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Bienen im Herbst 2020

Autor: Heinz Wahlmüller.

Liebe Vereinsmitglieder!

Ich hoffe, ihr erfreut euch bester Gesundheit und Corona hat euch verschont. Ein Jahr, das völlig anders verlaufen ist, als wir uns das vorgestellt oder gewünscht haben, geht schon langsam zu Ende. Das Jahr 2020 wird als das schlechteste Honigjahr seit vielen Jahren in Erinnerung bleiben. Auch der teilweise hohe Wassergehalt der sehr schlechten Honigerträge sind nicht normal. Aber was ist schon in diesem Jahr normal. Das heurige Bienenjahr hat uns auch wieder gezeigt, dass kein Bienenjahr dem anderen gleicht und es immer wieder interessante und herausfordernde Überraschungen gibt.

2020 war laut unseren Zuchtexperten für die Königinnenzucht ein sehr erfolgreiches, für die Honigernte jedoch ein sehr enttäuschendes Jahr. Auch der heurige Futterverbrauch im Spätsommer und Herbst war überdurchschnittlich hoch. Durch die ersten Frosttage im November und durch Kontrollen einiger Bienenvölker ist mit einer kompletten Brutfreiheit ab der 2. Dezemberwoche im Feldkirchner Raum zu rechnen. Bei Brutfreiheit sitzen die restlichen (hoffentlich wenigen) Varroamilben auf den Winterbienen und sind dadurch relativ leicht zu bekämpfen. Man kann nicht 100% Milbenfreiheit erreichen, aber ein Bienenvolk soll mit einer möglichst geringen Anzahl von Milben ins Jahr 2021 starten.

Die Behandlung der Bienenvölker wird für die meisten Imker die Träufelmethode oder die Verdampfungsmethode mit Oxalsäure sein. Für die Träufelmethode mit der handwarmen Oxalsäure Lösung müssen die Bienen in einer kompakten Wintertraube sitzen – besser minus 5°C als plus 5°C. Die Dosierung der Lösung 5 – 6 ml pro besetzter Wabe. Also für ein kleines Volk ca.30ml, ein mittelstarkes Volk 40 ml und ein starkes Volk 50 – 60 ml. Die Träufelmetohde bitte nur 1x anwenden. Bei der Verdampfungsmethode eher bei einer wärmeren Temperatur behandeln, Bienen sollen eher locker sitzen. Nach erst mindestens 3 Wochen den Milbentotenfall auf der Windel kontrollieren. Die volle Wirksamkeit der Oxalsäurebehandlung setzt erst ca. 14 Tage nach der Behandlung ein. Bei der Behandlung immer Schutzausrüstung verwenden. (Handschuhe, Maske, Schutzbrille und Schutzanzug). Die letzte Behandlung soll für eine ungestörte Winterpause der Bienen sorgen. Im diesen Sinne, bleibt alle gesund und ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen!

Herzliche Grüße
Heinz Wahlmüller

 

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